Schweizer Kanton solothurn wechselt wieder zu Windows

Pro-Linux.de vermeldet dass der Schweizer Kanton Solothurn seine Umstellung auf Linux abbricht und nun wieder flächendeckend Microsoft Software einsetzen will. http://www.pro-linux.de/news/1/16169/solothurn-einmal-pinguin-und-zurueck.html

Die Migration auf Linux, welche 2001 begonnen wurde, hätte bereits 2007 abgeschlossen sein sollen. Da jedoch viele der Fachapplikationen nicht für Windows verfügbar sind und auch eine wichtige Datenbanklösung noch nicht auf Linux portiert werden konnte hat die Regierung des Kantons jetzt beschlossen den Weg zurück zu Windows zu gehen.

Ein für mich interessanter Aspekt ist dass Linux, was die Probleme mit der Nutzerkritik angeht, anscheinend inzwischen dort angekommen ist wo Windows schon lange ist. Laut Aussage des inzwischen entlassenen Leiters des Amtes für Informatik und Organisation haben die Anwender Linux auch für Punkte verantwortlich gemacht welche mit dem Betriebssystem eigentlich nichts zu tun haben.

Anwender haben hier halt doch einen anderen Blick auf das System, denn unterm Strich interessiert sie weniger was da unter der Haube arbeitet solange es funktioniert. Wenn Applikationen nach der Umstellung nicht mehr funktionieren ist es dem Anwender egal ob das Betriebssystem daran schuld ist oder die Applikation. Es funktioniert einfach nicht. Das gilt für Linux genauso wie für Windows oder MacOS.

Vielleicht sollte die Organisation welche über die Linux Foundation einmal darüber nachdenken, ein System einzuführen welches die Qualität der Treiber und Applikationen sicherstellt. Microsoft hat dies unter anderem mit der Treibersignierung erreicht welche zwar sehr umstritten war aber dafür gesorgt hat dass die Systemstabilität für den Endanwender erheblich zugenommen hat.

5 Gedanken zu „Schweizer Kanton solothurn wechselt wieder zu Windows

  1. Unwichtig

    Hallo,
    Leider ist Dein Beitrag nicht sehr gut recherchiert und dazu noch sehr voreingenommen.
    Das Problem bei der Migration war nicht Linux. Das Hauptproblem war/ist, dass die Main-Applications auf Windows-Basis aufgebaut sind und nicht ohne weiteres auf ein anderes System portiert werden koennen. Ob jetzt da die IT-Verantwortlichen unfaehig sind oder es wirklich nur schwer machbar ist, sei dahingestellt. Viel eher sollte zu denken geben, dass der Kanton vor langer Zeit einmal ein System eingefuehrt hat, welches NUR auf einer Plattform laeuft. Haetten Sie auf offene Software gesetzt (MySQL, PHP, Java, Perl, C, C++, GTK, QT…) waere die Migration mit einem mueden Laecheln vollzogen worden. Denn da spielt es (wie Du oben erwaehnt hast) ueberhaupt keine Rolle welches Client-Betriebssystem eingesetzt wird.
    Jetzt stehen Sie aber mit einem proprietaeren System da, von welchem Sie nie mehr loskommen und abhaengig von einem Weltkonzern aus Amerika sind.

    Deinen letzten Absatz brauche ich nicht zu kommentieren. Ich denke, Du weisst selber wie laecherlich dieser ist… Das hoffe ich zumindest.

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  2. Tom Beitragsautor

    Interessant…

    Was genau ist nicht gut recherchiert an meinem Blogpost?

    Woher hast du deine Informationen?

    Bitte kommentiere doch auch den letzten Absatz. Deine Meinung dazu interessiert mich.

    BTW:
    Ich schreibe hier unter meinem Realnamen und muss mich mit meiner Meinung und meinen Ansichten nicht verstecken.

    Findest du nicht auch dass es ein Zeichen von Charakterstärke ist mit dem eigenen Namen hinter seiner Meinung zu stehen?

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  3. Unwichtig

    Hallo,
    Mein Name tut nichts zur Sache. Es ist lediglich die Meinung eines Informatikers, welcher Steuerzahler des besagten Kantones ist. Zudem betreue ich Instutionen auf Gemeindeebene – Windows sowie auch Linux/Unix-basierend. Ich weiss also ein bisschen wie der Hase laeuft.
    Das Hauptproblem sind die spezifischen Anwendungen, die vor vielen Jahren einmal auf Delphi und Co hingeschustert und dann immer wieder „erweitert“ wurden.
    Das selbe mit irgendwelchen „Access-Datenbanken“ oder „Office-Plugins“. Dass man davon nur sehr schwer loskommt, ist wohl nicht schwer zu erahnen.
    Natuerlich muss auch bei der Migration so einiges falsch gelaufen sein. So konnte man lesen, dass zum Beispiel das Mailsystem zeitweise nicht funktionerte und der abgetretene IT-Verantwortliche einen aehnlichen Tunnelblick hatte, wie man es von jedem „Mein-Betriebssystem-ist-das-beste“-Verfechter kennt.
    Jedenfalls denke ich, dass der fruehere wie auch der jetzt angestrebte Weg ganz sicher der falsche ist.
    Gerade in oeffentlichen Institutionen haben proprietaere Loesungen nichts zu suchen und kosten schlussendlich nur dem Steuerzahler.

    Vielleicht noch kurz zu Deinem letzten Abschnitt. Seit ein paar Jahren muessen wir wohl nicht mehr ueber Stabilitaet und Treiber diskutieren. Denn da ist in der Windows- sowie in der Linux-Welt die Basis gelegt, sodass das Betriebssystem lediglich als Werkzeug zum Starten von Applikationen angesehen werden kann. Stabilitaet und Funktionsweise ist gegeben. Da muss sich der User wirklich keinen Kopf mehr darueber zerbrechen.

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  4. Tom Beitragsautor

    Vielen Dank für deine Meinung.

    Zur These „proprietäre Lösungen kosten den Steuerzahler mehr Geld“ schau dir doch mal das Münchner LiMux Projekt an.

    Das widerlegt nach meinem Erachten diese These und zeigt wie über lange Jahre viel Geld verbrannt wird dass der Steuerzahler aufbringen muss.

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  5. Unwichtig

    > Das widerlegt nach meinem Erachten diese These und zeigt wie über lange Jahre
    > viel Geld verbrannt wird dass der Steuerzahler aufbringen muss.

    Du weisst aber, dass genau aus meinem obengenannten Grund der Wechsel nur schleppend vorangeht? Da musste naemlich erst die Software „geoeffnet“ werden. Wenn dieser Vorgang einmal abgeschlossen ist, wird man sehr viel Geld sparen koennen. Denn dann spielt es ueberhaupt keine Rolle mehr, ob man irgendwann mal auf eine andere Plattform migriert oder sogar einen gemischten Betrieb von Windows, Linux oder OSX-Maschinen anstrebt.

    So ist man fuer die Zukunft gewappnet und nicht an ein Monopol gekettet.
    Deshalb ist es fuer ITler immer wichtiger, dass sie sich in jeder Welt zurechtfinden. Denn das Betriebssystem ist lediglich ein Werkzeug womit er arbeiten muss.
    Da gibt es kein OS Y ist besser als OS Z.

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