Don´t panic!

Im Zuge der Diskussionen um Voratsdatenspeicherung, Überwachungskameras im öffentlichen Raum, verstärkte Sicherheitskontrollen an Flughäfen und aktuelle Terrorwarnungen stelle ich mir immer wieder die Frage ob ich heute wirklich gefährlicher lebe als noch vor einigen Jahren und ob diese “Bedrohung” es wirklich rechtfertigt dass wir grundlegende Freiheiten aufgeben müssen um diese “Gefahr” abzuwehren.

Hier bei uns in Deutschland ist es zum Glück noch nicht so schlimm wie in den USA, wo durch die Medien eine unglaubliche Angst vor allem möglichen geschürt wird. Aber auch bei uns gab es in den letzten Wochen wieder Warnungen vor Terroranschlägen und wer fliegt kann schon alleine ob der reichhaltigen Sicherheitschecks an den Flughäfen so viel Angst bekommen dass er am liebsten zuhause bleibt.

Die Frage ist allerdings wie berechtigt ist der ganze Aufwand und die Angst welche damit geschürt wird und was sind die Folgen solcher Panikmache?

Wenn ich so beobachte was sich seit dem Anschlag auf das World Trade Center alles geändert hat wird mir Angst und Bange. Alleine in die USA einzureisen wird ein Geduldsspiel wenn die falschen Einreisestempel in dem Reisepass sind. Wer taucht und schon mal versucht hat mit einem in Ägypten gestempelten Reisepass in die USA einzureisen weiß wovon ich spreche.

In diesem Beitrag von Quarks&Co (Eine Sendung die meiner Meinung nach ein Leuchtturm in der Masse der meist sinnfreien “Wissenssendungen” ist) wird das sehr gut erklärt.

 

Der Beitrag ist zwar vom März 2008 aber die Relationen der Zahlen sprechen für sich. Wenn, laut dem Beitrag, im gleichen Zeitraum zwar 247 Menschen durch einen Terroranschlag ums Leben gekommen sind aber 50.000 durch die Verabreichung eines falschen Medikaments frage ich mich warum wir keine Angst vor Medikamenten haben. Wenn ich mir überlege wie viele Menschen täglich durch Autounfälle ums Leben kommen (über 11 Tote täglich im Jahr 2009) empfehle ich auf Autos zu verzichten statt Angst davor zu haben Opfer eines Terroranschlags zu werden. In gleichen Zeitraum gab es mehr neue Lottomillionäre (2.000) als weltweit Tote durch Terroranschläge.

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es 2009 alleine in Deutschland 4152 Tote durch Autounfälle. Jeder der sich diese Zahlen mal durch den Kopf gehen lässt wird sollte sich fragen warum uns laufend eingeredet wird dass internationaler Terror eine Gefahr ist und warum uns niemand vor internationalen Autokonzernen warnt.

Die Erfahrung hat auch gezeigt dass viele der “Bedrohungen” künstlich aufgebläht werden um politische Interessen durchzusetzen und nicht um uns vor irgendetwas zu schützen. Die Freiheiten welche US Bürger für die Abwehr einer Terrorgefahr (Chemiewaffen im Irak) aufgegeben haben, welche sich im Nachhinein als frei erfunden herausgestellt hat, werden sie wohl nie mehr zurück bekommen.

Ich will damit jetzt nicht sagen dass internationaler Terror keine Gefahr ist aber meiner Meinung nach eine deutlich überschätzte.

Vor allem sollten wir grundsätzlich unser Hirn einschalten und Informationen kritisch hinterfragen bevor wir zulassen dass unser Freiheit (Stichwort Voratsdatenspeicherung) für eine imaginäre Sicherheit eingeschränkt wird.

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