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Virtueller Supermarkt

 

Die britische Supermarktkette Tesco hatte schon Mitte vergangenen Jahres in Seoul Plakatwände in der U_Bahn als virtuelle Ladenregale getestet. Dabei wurden die Plakatwände mit virtuellen Ladenregalen bedruckt. Genau so wie im reellen Laden sah der Kunde die Produkte dort im regal wo er sie auch im reellen Laden gefunden hätte. Daneben war ein QR Code aufgedruckt. Durch das Scannen desselben wurde der Artikel in den virtuellen Einkaufskorb des Kunden gelegt und nach erfolgreichem Kauf innerhalb von zwei Stunden zu ihm nach Hause geliefert. Das Liefern übernahm ein Tesco Markt in der Nähe des Kunden.

 

Ein bestechend logisches Konzept denn so konnte die Wartezeit zum einkaufen genutzt werden. Zudem sparte sich der Kunde den Aufwand seine Einkäufe selbst nach Hause tragen zu müssen.

Inzwischen hat Tesco das Konzept ausgeweitet und im U-Bahn Haltestelle Seoul Leung einen kompletten Laden so eingerichtet. An Stelle von echten Waren gibt es nur Regale mit den Aufdrucken der Artikel und den dazugehörigen QR Codes. Laut Tesco können so über 35.000 Produkte virtuell gekauft werden. Von der Zahnpaste über Nudeln, Eier, Milch bis hin zu Digitalkameras kann der Kunde in dem HomePlus Supermarkt virtuell kaufen und physisch liefern lassen.

Tesco Home Plus Virtual Store Tesco Home Plus Virtual Store Shopping Tesco Home Plus Virtual Store Seoul Leung

Tesco hat die Idee noch weiter getrieben und so kann der Kunde über die App mit der er im Virtuellen Shop einkauft auch zuhause einkaufen. Wenn ein bei Tesco gekauftes Produkt nachgekauft werden muss genügt es den darauf aufgedruckten Barcode zu scannen und schon bekommt man den Artikel nach Hause geliefert.

Ich bin gespannt wie lange es dauert bis ein großer Onlinehändler wie Amazon eine App anbietet mit der ich den Barcode meiner leeren Druckerpatrone scannen und die neue direkt online bestellen kann. Nie mehr im Laden stehen und keine Ahnung haben wie die kryptische Bezeichnung von dem Ding war.

Ich freue mich schon drauf. Smiley

Smartphone als Display- und Tastaturerweiterung

Microsoft hatte mit Windows Vista eine Idee eingeführt die sie “Sideshow” nannten. Dabei wurden Geräte wie Notebooks um kleine, meist abnehmbare, Displays erweitert, um auch bei ausgeschaltetem Gerät schnell an Informationen wie Mails und Termine zu kommen. ASUS hat mit dem W5Fe das erste Notebook mit, in der Außenseite des Deckel integriertem, Sideshow Display auf den Markt gebracht.

Hier ist es in einem Video zu sehen:

 

 

Durch den rasanten Fortschritt von Smartphones ist Sideshow obsolet geworden. Vielleicht war es aber auch damals schon überflüssig… Zwinkerndes Smiley

 

Jetzt bringt ROCCAT ein Produkt mit dem Namen Power Grid auf den Markt. Power Grid ist eine Smartphone App welche über WLAN mit dem Rechner kommuniziert.

 

Power Grid

Quelle: power-grid.roccat.org

 

Die Kommunikation ist bidirektional. Das Display kann Informationen, wie zum Beispiel Statusmeldungen oder Newsfeeds, Ausgeben, oder auch über die Touchoberfläche den Rechner steuern.

Auf dem Rechner läuft die Software Power-Grid Launcher, über welche die Kommunikation mit dem Smartphone realisiert wird.

 

Launcher

Quelle: power-grid.roccat.org

 

Über den Power-Grid Launcher lassen sich auch eigene Controls entwickeln, einbinden und mit anderen austauschen.

Da ROCCAT ein Hardwarehersteller ist wird es auch eine passende Gaming-Tastatur dazu geben, in welche das Smartphone eingedockt wird. So ist es verbunden um Nachrichten über Skype oder Twitter absetzen zu können oder auch als Skype oder Teamspeak Client zu fungieren.

 

Project PHOBO 

Quelle: power-grid.roccat.org

 

Wer schon eine Tastatur hat und mit ihr zufrieden ist kann die Funktionen nur mit einem Dock benutzen.

 

Project APURI

Quelle: power-grid.roccat.org

 

Sinn macht so ein Dock allemal, da der Akku des Smartphones sonst wohl recht bald aufgeben würde. Laut Hersteller wird die Hardware wohl in Q4 2012 verfügbar sein. Wäre dann ein schönes Weihnachtsgeschenk.

 

Interessant ist das Geschäftsmodell hinter Power-Grid. Die App selbst ist mit ihrer Grundfunktionalität free of charge. Wer mehr Funktionen möchte kann diese dann via in-app Kauf nachkaufen.

 

Ich bin schon sehr gespannt darauf. Vor allem auf die Tablet Version welche ebenfalls für Q4 2012 angekündigt ist.

Don´t panic!

Im Zuge der Diskussionen um Voratsdatenspeicherung, Überwachungskameras im öffentlichen Raum, verstärkte Sicherheitskontrollen an Flughäfen und aktuelle Terrorwarnungen stelle ich mir immer wieder die Frage ob ich heute wirklich gefährlicher lebe als noch vor einigen Jahren und ob diese “Bedrohung” es wirklich rechtfertigt dass wir grundlegende Freiheiten aufgeben müssen um diese “Gefahr” abzuwehren.

Hier bei uns in Deutschland ist es zum Glück noch nicht so schlimm wie in den USA, wo durch die Medien eine unglaubliche Angst vor allem möglichen geschürt wird. Aber auch bei uns gab es in den letzten Wochen wieder Warnungen vor Terroranschlägen und wer fliegt kann schon alleine ob der reichhaltigen Sicherheitschecks an den Flughäfen so viel Angst bekommen dass er am liebsten zuhause bleibt.

Die Frage ist allerdings wie berechtigt ist der ganze Aufwand und die Angst welche damit geschürt wird und was sind die Folgen solcher Panikmache?

Wenn ich so beobachte was sich seit dem Anschlag auf das World Trade Center alles geändert hat wird mir Angst und Bange. Alleine in die USA einzureisen wird ein Geduldsspiel wenn die falschen Einreisestempel in dem Reisepass sind. Wer taucht und schon mal versucht hat mit einem in Ägypten gestempelten Reisepass in die USA einzureisen weiß wovon ich spreche.

In diesem Beitrag von Quarks&Co (Eine Sendung die meiner Meinung nach ein Leuchtturm in der Masse der meist sinnfreien “Wissenssendungen” ist) wird das sehr gut erklärt.

 

Der Beitrag ist zwar vom März 2008 aber die Relationen der Zahlen sprechen für sich. Wenn, laut dem Beitrag, im gleichen Zeitraum zwar 247 Menschen durch einen Terroranschlag ums Leben gekommen sind aber 50.000 durch die Verabreichung eines falschen Medikaments frage ich mich warum wir keine Angst vor Medikamenten haben. Wenn ich mir überlege wie viele Menschen täglich durch Autounfälle ums Leben kommen (über 11 Tote täglich im Jahr 2009) empfehle ich auf Autos zu verzichten statt Angst davor zu haben Opfer eines Terroranschlags zu werden. In gleichen Zeitraum gab es mehr neue Lottomillionäre (2.000) als weltweit Tote durch Terroranschläge.

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es 2009 alleine in Deutschland 4152 Tote durch Autounfälle. Jeder der sich diese Zahlen mal durch den Kopf gehen lässt wird sollte sich fragen warum uns laufend eingeredet wird dass internationaler Terror eine Gefahr ist und warum uns niemand vor internationalen Autokonzernen warnt.

Die Erfahrung hat auch gezeigt dass viele der “Bedrohungen” künstlich aufgebläht werden um politische Interessen durchzusetzen und nicht um uns vor irgendetwas zu schützen. Die Freiheiten welche US Bürger für die Abwehr einer Terrorgefahr (Chemiewaffen im Irak) aufgegeben haben, welche sich im Nachhinein als frei erfunden herausgestellt hat, werden sie wohl nie mehr zurück bekommen.

Ich will damit jetzt nicht sagen dass internationaler Terror keine Gefahr ist aber meiner Meinung nach eine deutlich überschätzte.

Vor allem sollten wir grundsätzlich unser Hirn einschalten und Informationen kritisch hinterfragen bevor wir zulassen dass unser Freiheit (Stichwort Voratsdatenspeicherung) für eine imaginäre Sicherheit eingeschränkt wird.

Verbraucherschutzministerium oder Lobbyschutzministerium?

 

Vor ein paar Tagen lief dieser sehr sehenswerte Bericht der Sendung “WISO” in ZDF: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/436#/beitrag/video/1125886/Fleischkleber-in-der-Kritik

Berichtet wird darin wird darin über ein Enzym das “Transglutaminase” heißt. Der Einsatz von Transglutaminase ist in Deutschland nicht verboten. Hier gibt es eine guter Erklärung des Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit dazu was damit gemacht wird und wie schwer der Einsatz der Transglutaminase für einen Laien zu erkennen ist: http://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/formrohschinken.htm

Prof. Dr. Matthias Horst der Hauptgeschäftsführer des BLL (Bund für lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V.), dem laut eigener Webseite (www.bll.de) “Spitzenverband der Lebensmittelwirtschaft”, sagt in dem ZDF Beitrag “wenn es gemacht würde…” und “So viel ich weiß wird das nicht gemacht derzeit. Soviel ich weiß.”.

Die wiederholte Formulierung “Soweit ich weiß” deutet darauf hin dass es ihm sehr wohl bekannt ist, er später nur nicht gesagt haben will dass es nicht so sei…

Wenn aber Großhändler für Gastronomiebedarf selbst sagen dass sie das Zeug “viel an die Gastronomie verkaufen” fällt es mir extrem schwer dem Herrn Prof. Dr. Horst Glauben zu schenken…

Jetzt frage ich mich auch warum unsere Bundesverbraucherministerin Frau Ilse Aigner vom Verbraucherschutzministerium hier keine Kennzeichnungspflicht anstrebt. Einziger Zweck von dem Zeug ist uns Verbraucher zu verarschen und uns Abfälle als hochwertiges Fleisch unterzujubeln!

Ich hab ja kein Problem wenn das Zeug eingesetzt wird es aber gekennzeichnet werden muss. Dann steht es mir als mündigem Verbraucher frei so zusammengeklebtes Zeug zu essen (Hat sich eigentlich schon mal jemand darüber Gedanken gemacht wie Chicken Nuggets hergestellt werden und warum sie immer dieselbe Form haben…?) oder es nicht zu tun aber nach aktueller Rechtslage habe ich die Möglichkeit gar nicht und das stinkt mir gewaltig!

US Gericht untersagt den handel mit gebrauchter Software

 

Heute bin ich auf eine interessante Information gestoßen.

Anfang September hat ein US Bundesgericht festgestellt dass der Weiterverkauf gebrauchter Softwarelizenzen sehr wohl vom Hersteller/Lizenzgeber eingeschränkt werden kann.

Ein Händler hatte eine gebrauchte AutoCAD 14 Lizenz von einem Architekturböro erworben und auf EBay zum Verkauf angeboten. Autodesk, der Hersteller von AutoCAD hatte ihn daraufhin verklagt, da ein Weiterverkauf der Lizenz gegen die Lizenzbestimmungen von Autodesk verstößt.

Das Gericht vertrat die Auffassung dass die erworbene Nutzungslizenz dem Kunden lediglich das Recht zur Nutzung der Software einräumt, nicht aber das Recht diese weiter zu verkaufen.

Hier kann das urteil im Original nachgelesen werden: http://www.ca9.uscourts.gov/datastore/opinions/2010/09/10/09-35969.pdf

Windows vom USB Stick aus installieren

Nachdem inzwischen immer mehr Geräte kein optisches Laufwerk mehr haben ist es immer öfter notwendig Windows von einem USB Stick zu installieren.

Ich hatte das jetzt bei diversen Netbooks, Notebooks und Nettops. Damit ich nicht immer wieder überlegen muss wie der Stick bootfähig zu bekommen ist dokumentiere ich das hier mal:

Zuerst mal muss der Stick an einen Rechner angesteckt werden.

Dann das Programm “Diskpart” (ist bei Windows mit dabei) starten. Wahlweise aus dem Suchfenster des Startmenüs, über die Kommandozeile, oder über “ausführen” Diskpart erfordert Administrative rechte um ausgeführt zu werden.

Jetzt zuerst den Befehl “list disk” eingeben um zu sehen welche Datenträger gemountet sind. Über die angezeigte Datenträgergröße sollte der USB Stick problemlos erkannt werden.

diskpart

Hier ist es “Datenträger 2” Mit “select disk [Datenrägernummer]” den USB Stick auswählen.

Den ausgewählten Datenträger jetzt mit folgenden Befehlen bearbeiten.

  1. clean (löscht den Stick)
  2. create partition primary (erzeugt eine primäre Partition)
  3. select partition 1 (Wählt die primäre Partition aus)
  4. active (Markiert die Partition als aktiv)
  5. format fs=fat32 (Formatiert die Partition mit FAT32 als Filesystem)
  6. assign (gibt dem Laufwerk einen Bereitstellungspunkt)
  7. exit (beendet das Programm)

Abschliessend die Windows Installationsfiles auf den Stick kopieren. Das kann wahlweise über den Windows Explorer (darauf achten dass auch versteckte Dateien und Ordner angezeigt werden) oder mit dem Befehl “Xcopy [DVD-ROM-Laufwerksbuchstabe]:\*.* /s/e/f [USB-Stick-Laufwerksbuchstabe]:\” (ohne die Anführungszeichen) passieren.

Live Writer ist klasse

So jetzt hab ich mal die Schnittstelle aktiviert um mit dem Live Writer posten zu können.

Denke dass dürfte komfortabler sein als über die Webschnittstelle…

Live Writer sieht gut aus und ich bin schon gespannt wie sich damit so bloggen lässt. 🙂